Interkulturalität in der Antike: Rabbi Jehuda Hanassi, der römische Kaiser Antonius und die Tora

Ein Vortrag mit Texten aus der Midrasch-Literatur von Netanel Olhoeft, MA

Mittwoch, 5. Juni 2019, 19 Uhr

Die talmudische Literatur ist neben ihrer ausgiebigen Behandlung des jüdischen Rechts und rabbinischer Jurisprudenz vor allem auch für ihre vielen Anekdoten und Geschichten bekannt. Ein aus diesem Kreis stammendes Motiv ist die Sammlung von Erzählungen über den rabbinischen Patriarchen und Gelehrten Jehuda Ha-Nassi(spätes 2., frühes 3. Jhrd.n.d.Z.) und seinen Umgang mit dem römischen Kaiser Antonius. Der Vortrag beleuchtet die in der talmudischen Literatur dargestellte wechselseitige Beeinflussung der beiden Gestalten und erlaubt dadurch auch einen Einblick in die vielfältige frührabbinische Einschätzung des römischen Kaisertums.

Nethanel Olhoeft „lernt“ seit vielen Jahren im klassisch-jüdischen Sinn Talmud-Tora und verbrachte einen Studienaufenthalt in der Yeshivat Ponovitch in Bne Brak, Israel. Nach Abschluss des Masterstudiengangs „Jüdische Theologie“ an der Uni Potsdam 2018 schreibt er an einer Promotionsarbeit aus dem Bereich der Halacha (religiöses Recht). Seit 2015 ist Netanel Olhoeft freier Mitarbeiter der „Jüdischen Allgemeinen Zeitung“, in der er Kolumnen über talmudische Themen veröffentlicht.

 

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