Kategorie: Allgemein

Wir wünschen allen, die unsere Arbeit unterstützen und unseren Leserinnen und Lesern schöne Chanuka- , Advents- und Weihnachtstage. Ihnen allen ein gutes neues Jahr 2022. Bleiben Sie gesund! 

Schließzeiten der Bibliothek: 

16.12.21 – 09.01.22

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Neu im Bestand: Modern aus Tradition: 250 Jahre liberales Judentum. Hrsg. von Walter Homolka, Heinz-Peter Katlewski und Hartmut Bomhoff.

 

Zuerst könnte man denken: Ist der Titel dieses Buches nicht ein Widerspruch in sich? Modernes Judentum leben und zugleich der Tradition verpflichtet sein – geht das überhaupt? Dann wird bei der Lektüre deutlich: Das ist kein Widerspruch. Das ist der Kern des liberalen Judentums, und beide Seiten passen sehr gut zusammen!

Die Seite der Tradition, das bedeutet: den Glauben an den einen, unteilbaren G’tt und Schöpfer bewahren, Tora und Talmud studieren, zu Hause und in der Gemeinde den Shabbat halten, die Feste feiern und die jüdische Ethik der Achtung vor dem Leben bewusst gestalten. Die Seite der Moderne wiederum stellt Fragen, die sich gerade heute drängend stellen, und gibt Antworten: Welches ist die Rolle der Frau im Judentum? Wie werden Jungen und Mädchen religiös erzogen? Wer ist jüdisch? Wer gehört heute dem Bund an, der vor mehreren 1000 Jahren geschlossen wurde mit den Kindern Israels?

Veränderung, so beschreibt es das Buch anschaulich, ist schon lange Teil des Judentums. So gibt es zum Beispiel keine Tieropfer mehr, keine Kapitalstrafen, keine Vielehe, keine Sklaverei. Das liberale Judentum aber geht bewusst zusätzliche Schritte der Veränderung: Frauen können das Rabbinat ausüben und Kantorin sein, die Trennung von Männern und Frauen in der Synagoge ist aufgehoben, eine Scheidung hängt nicht mehr vom Ausstellen eines Scheidungsbriefes durch den Mann ab, Mädchen werden Bat Mitzwa genauso wie Jungen Bar Mitzwa.

„Die Reformbewegung in Mitteleuropa vererbt dem liberalen Judentum eine Pionierrolle“, heißt es an einer Stelle des Buches. Wir erfahren vieles über Persönlichkeiten des progressiven Judentums seit dem 18. Jahrhundert: Israel Jacobson zum Beispiel, Abraham Geiger, Ludwig Philippson, Leo Baeck oder Regina Jonas, die 1935 die erste Rabbinerin in Deutschland und weltweit wurde. Sie alle legten neben der Kenntnis des Hebräischen auch Wert auf die gesprochene Landessprache und förderten moderne Bibelübersetzungen.

In einem weiteren Teil des Buches stellt sich uns mit aktuellen Fotos und Texten das heutige religiöse Leben in den progressiven Gemeinden Deutschlands vor. Die Liberale Jüdische Gemeinde Hannover ist mit rund 800 Mitgliedern derzeit die größte dieser Gemeinden!

Herausgeber Prof. Dr. Dr. Walter Homolka ist Rabbiner und Vorsitzender der Union Progressiver Juden in Deutschland. Sein Einsatz über Jahrzehnte hinweg trug maßgeblich zur Institutionalisierung des liberalen Judentums in Deutschland bei. Er lehrt an der School of Jewish Theology der Universität Potsdam und ist Gründer und Direktor des seit 1999 bestehenden Abraham Geiger Kollegs in Berlin, an dem liberale Rabbinerinnen und Rabiner sowie Kantorinnen und Kantoren ausbildet werden. Mitherausgeber Hartmut Bomhoff ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der School of Jewish Theology sowie Redakteur der Zeitschrift Jewish Voice from Germany. Heinz-Peter Katlewski ist Autor und Journalist, unter anderem mit dem Arbeitsschwerpunkt Geschichte und Gegenwart des liberalen Judentums. Das Buch ist schön gestaltet und -auch ohne Vorkenntnisse – sehr gut lesbar.

 

Renate Schwarzbauer

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Vortrag: Jüdische Geschichte im 20. Jahrhundert

Der Glaube an die unumkehrbare Integration der „deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens“ wird erst durch das verstärkte Aufleben des Antisemitismus im Gefolge des I. Weltkriegs er-schüttert. Bis in die Zeit des Nationalsozialismus hinein wollen oder können die meisten deutschen Juden nicht wahrhaben, dass nicht nur ihre gesellschaftliche Stellung, sondern Leib und Leben in Gefahr sind. Für viele wird der Glaube an die Wirkungskraft der deutschen Kultur und das Gefühl der eigenen Verwurzelung in Deutschland zur tödlichen
Falle.
Nach der Shoah scheint zunächst ein künftiges Leben für Juden in Deutschland undenkbar. Aber bereits Anfang der 50er Jahre wird deutlich, dass Juden auch in Zukunft in Deutschland leben werden. Nur wenige von ihnen sind Nach-fahren deutscher Juden aus der Zeit vor dem Holocaust.

Mittwoch, 10. November 2021, 19:00 Uhr: Synagoge des Kultur- und Gemeindezentrums der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, Fuhsestr. 6, 30419 Hannover

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Vortag: Mittwoch, 10. November 2021, 19 Uhr Jüdische Geschichte im 20. Jahrhundert

Der Glaube an die unumkehrbare Integration der „deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens“ wird erst durch das verstärkte Aufleben des An-tisemitismus im Gefolge des I. Weltkriegs erschüttert. Bis in die Zeit des Nationalsozialismus hinein wollen oder können die meisten deut-schen Juden nicht wahrhaben, dass nicht nur ihre gesellschaftliche Stellung, sondern Leib und Leben in Gefahr sind. Für viele wird der Glaube an die Wirkungskraft der deutschen Kultur und das Gefühl der eigenen Verwurzelung in Deutschland zur tödlichen Falle. Nach der Shoah scheint zunächst ein künftiges Leben für Juden in Deutschland undenkbar. Aber bereits Anfang der 50er Jahre wird deutlich, dass Juden auch in Zukunft in Deutschland leben werden. Nur wenige von ihnen sind Nach-fahren deutscher Juden aus der Zeit vor dem Holocaust.

Die Veranstaltungen finden statt in der Synagoge des Kultur- und Gemeindezent-rums der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, Fuhsestr. 6, 30419 Hannover, Straßenbahnlinien 4 und 5, Haltestelle Stadt-friedhof Stöcken.

Das Hygienekonzept sieht maximal 40 Teilnehmerinnen/Teilnehmer vor. Wir bitten um Anmel-dung per E-Mail. Sie können an den Veranstaltungen auch über Zoom teilnehmen. Auch hier-für ist eine Anmeldung erforderlich.

Eintritt frei. Wir bitten um Spenden.

Hinweis auf eine besondere Veranstaltung:
Donnerstag, 18.November 2021, 19.30 Uhr, Stadtbibliothek Hannover,
Hildesheimer Str. 12

May all dictators fall

Musik von Jean Goldenbaum
Konzert für 5 Gitarren und Lyrik aus verschie-denen Ländern in verschiedenen Sprachen.
Texte von:
Yaakov Barzilai (Israel)
Forugh Farrokhzad (Iran)
Tengezar Marini (Kurdistan)
Gitarristen: Guy Woodstock (Solist), Emiliano Verrino, Julian Covoatto, Maranna Chelidoni, Max Müller.

Veranstalter:
Vielsprachiger Bibliotheksverbund Babylon

Eintritt frei.

Um Spenden wird gebeten.

Mit Unterstützung
der Landeshauptstadt Hannover

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Veranstaltung: Mittwoch, 20.Oktober 2021, 19 Uhr Jüdische Geschichte im 18. und 19. Jahrhundert

Mit der Aufklärung und der Industrialisierung beginnt die allmähliche rechtliche Gleichstellung und gesellschaftliche Integration der Juden. Ende des 19.Jahrhunderts vollzieht sich für die Mehr-zahl der Juden in Deutschland ein tiefgreifender sozialer und kultureller Wandel. Der Weg aus dem Ghetto führt zum begeisterten Engagement für das neue Vaterland.

Referent: Wolfgang Borchardt, Historiker und Dipl. Politologe

Am Mittwoch, 10. November 2021 um 19 Uhr folgt der Abschluss unserer Vortragsreihe Jüdisches Leben in Deutschland – Entwicklungen und Brüche mit dem Thema „Jüdische Geschichte im 20. Jahrhundert“. 

Die Veranstaltungen finden statt in der Synagoge des Kultur- und Gemeindezentrums der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, Fuhsestr. 6, 30419 Hannover, Straßenbahnlinien 4 und 5, Haltestelle Stadt-friedhof Stöcken. Das Hygienekonzept sieht maximal 40 Teilneh-merinnen/Teilnehmer vor. Wir bitten um Anmeldung per E-Mail.

Hier können Sie den Programmflyer für weitere Informationen herunterladen: Programm.09 – 12.21

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Mittwoch, 22. September 2021, 19 Uhr Jüdische Geschichte in Antike und Mittelalter

Bis ins 11.Jahrhundert hinein gibt es keine Berichte über ernste Probleme im Zusammenleben der jüdischen Minderheit mit der nichtjüdischen Mehrheit der Bevölkerung. Erst die Zeit der Kreuzzüge sowie die Verfolgungen während der Pestzeit verändern diese Situation grundlegend. Religiöser Antijudaismus, weltliche Entrechtung und materielle Ausbeutung der Juden bestimmen das Mittelalter und die Zeit bis zum Ende des 18.Jahrhunderts. Am 22.September beginnt der dritte Tag des Laubhüttenfestes Sukkot. Nach der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, in der geschmückten Laubhütte im Innenhof des Gemeindezentrums etwas über das Fest zu erfahren und den Abend ausklingen zu lassen.

Der Referent ist Wolfgang Borchardt, Historiker und Dipl. Politologe.

Den Programm Flyer können Sie hier downloaden Programm.09 – 12.21

Die Veranstaltungen finden statt in der Synagoge des Kultur- und Gemeindezentrums der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, Fuhsestr. 6, 30419 Hannover, Straßenbahnlinien 4 und 5, Haltestelle Stadtfriedhof Stöcken. Das Hygienekonzept sieht maximal 40 Teilnehmerinnen/Teilnehmer vor. Wir bitten um Anmeldung per E-Mail. Sie können an den Veranstaltungen auch über Zoom teilnehmen. Auch hierfür ist eine Anmeldung erforderlich. Eintritt frei. Wir bitten um Spenden.

Zugangsdaten um online über Zoom teilzunehmen:

Zoom-Meeting beitreten
https://us06web.zoom.us/j/81151132237?pwd=a3ltZmZVVERhWllUY0J2ekZlMGhBZz09

Meeting-ID: 811 5113 2237
Kenncode: 710166

 

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Shana Tova – שנה טובה

Die Jüdische Bibliothek wünscht allen Mitgliedern, Freundinnen und Freunden und unserer Leseschaft ein gutes und gesundes neues Jahקr 5782.
Shana Tova – שנה טובה
Schließung der Bibliothek wegen der jüdischen Feiertage : 
Montag, 06.09. – Mittwoch 08.09. wegen Rosch HaShana (Neujahr)
Mittwoch, 15.09. wegen Jom Kippur (Versöhnungstag)
Mo, 20.09. wegen Sukkot (Laubhüttenfest). 
Am Montag, 13.09. ist die Bibliothek geöffnet. 
 

Am Mittwoch, 22.09., 19 Uhr laden wir Sie herzlich ein zum Start unserer Vortragsreihe mit dem Historiker Wolfgang Borchardt: „Jüdisches Leben in Deutschland – Entwicklungen und Brüche“ – den Programmflyer können sie hier herunterladen.

Programm.09 – 12.21

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Film zum BDM in Hannover 1933- 1945

NS-Zeit-Hannover.de ist eine ehrenamtliche Initiative, die es sich mit Unterstützung der Jüdischen Bibliothek Hannover zur Aufgabe gemacht hat, junge Menschen über die Spuren der Nazi-Verbrechen  in Hannover „unmittelbar vor unserer Haustür“ zu unterrichten.  Mit der Website und mit zusätzlichen Vorträgen in hannoverschen Schulen möchten wir einen Beitrag dazu leisten, dass dies nie wieder geschehen kann. (siehe Startseite, Leonore-Goldschmidt-Schule)
 
Unter YouTube NS-Zeit-Hannover veröffentlichen wir Kurz-Filme – z.B. über den Widerstand, den die Swing-Jungend in Hannover leistete.
 
Der neueste Film nimmt sich eines Themas an,  dass in der hannoverschen Geschichtschreibung nicht bearbeitet wurde:  Dem „Bund Deutscher Mädel“ in Hannover.
 
Warum begeisterten sich so viele Mädchen für den Nationalsozialismus und für den  Führer Adolf Hitler?
Wo steht das größte ehemalige BDM-Heim in Hannover? Welche Nazi-Symbole sind dort immer noch zu sehen?
Der Film „BDM in Hannover 1933 – 1945“ informiert über eine dunkle  Zeit in Hannover, in der junge Menschen politisch verführt und betrogen wurden.
 
Der Link zum Film (8 Minuten): BDM in Hannover 1933- 1945
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Sommerpause vom 15.07 bis 15.08

Lieber Leserinnen und Leser, unsere Bibliothek befindet sich vom 15.07.21 bis zum 15.08.21 in der Sommerpause. Wir öffnen wieder für Sie am Montag den 16.08.21 um 14 Uhr. Das Team der Jüdischen Bibliothek wünscht Ihnen allen eine schönen Sommer. Bleiben…